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Marbacher Zeitung

Geschrieben von Marbacher Zeitung.

Holzheizzentrale nimmt weitere Hürde
Hemmingen (fk). Die Gemeinde Hemmingen hat keine immissionsschutzrechtlichen Einwände gegen die Holzheizzentrale "Schlossgut". Damit hat das Projekt eine weitere Hürde genommen. 400 Wohnungen sollen künftig in Hemmingen mit regenerativer Energie versorgt werden.

In der bestehenden Biogasanlage und in einer neuen Holzheizzentrale soll regenerative Energie gewonnen werden. Mittels beider Energieerzeuger soll eine Wohnanlage in Hemmingen beheizt werden. Das Konzept hat Modellcharakter, und ist dem Land einen Förderpreis von 210 000 Euro wert. In absehbarer Zeit sollen 400 Wohnungen im Wohnpark Schlossgut mit Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt werden.

Das bedeutet umgerechnet die Einsparung von rund einer Million Liter Heizöl, rechnet Ulrich Ramsaier vor, der Geschäftsführer der Bietigheim-Bissinger Betreibergesellschaft Naturenergie Glemstal. Das bedeutet außerdem die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes um etwa 2000 Tonnen pro Jahr. In einem ersten Schritt sollen in der kommenden Heizperiode 600 000 Liter Heizöl eingespart werden.

Der Hemminger Ausschuss für Umwelt und Technik des Gemeinderats folgte nun dem Beschlussantrag der Verwaltung. Er stimmte dem Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung zur Errichtung und Betrieb der Anlage zu. Darin inbegriffen ist die baurechtliche Erteilung des Einvernehmens. Der Bebauungsplan der Gemeinde Hemmingen gibt in der Konrad-Haller-Straße eine maximale Bebauungshöhe von zehn Metern vor, bei technisch notwendigen Einrichtungen sind bis zu 13 Meter möglich. Das Holzpelletsilo hat eine Höhe von rund zwölf Metern.