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Biogasanlage Haldenhof

Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien
Auf dem Haldenhof in Hemmingen versorgt die Naturenergie Glemstal GmbH mit einer Biogasanlage das Schul- und Sportzentrum, die Kindertagesstätte, das Rathaus und das Bürgerhaus in Schwieberdingen mit Wärme.

Funktionsschema Biogasanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (Quelle IBS)
Funktionsschema Biogasanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (Quelle IBS)

Die Biogasanlageauf dem Haldenhof besteht aus Fermenter, Gärrestbehälter, Technikgebäude zur Unterbringung des Blockheizkraftwerks, Annahmebunker und Siloanlage. Der Haldenhof stellt das Grundstück zur Verfügung, organisiert den Betrieb der Anlage und liefert einen Teil der Rohstoffe. Am Standort wird ein moderner Stall mit 200 Rindern bewirtschaftet.

Über ein neu verlegtes Wärmenetz versorgt die Heizzentrale mit Gaskesselanlage die kommunalen Einrichtungen im Gebiet Herrenwiesen sowie das Rathaus und das Bürgerhaus mit Wärme. Das Blockheizkraftwerk weist eine elektrische Leistung von 625 kW und eine thermische Leistung von 700 kW auf. Der erzeugte Strom wird ins Netz der Energie Baden-Württemberg eingespeist und entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz vergütet.

Kühe im Laufstall
Kühe im Laufstall

Die gesamte Gülle des Rinderbestandes von ca. 5.000 m3/Jahr wird der Biogasanlage zugeführt. Durch den Fermentationsprozess wird die Energie der Gülle genutzt, Düngewert und Klimabilanzwerden zusätzlich verbessert.

In der Biogasanlage werden pro Jahr etwa 10.000 Tonnen Energiepflanzen wie Mais-, Getreideganzpflanzen- oder Grassilage verwertet. Insgesamt werden ca. 200 ha Fläche zur Energiepflanzenproduktion benötigt. Die Gemarkungen Hemmingen, Schwieberdingen und Münchingen verfügen über etwa 3.500 ha Acker und Grünlandfläche.

Ernte
Ernteeinsatz

Als Endprodukt fällt 8.000 m3 hochwertiger Volldünger an, der in der Fruchtfolge komplett einsetzbar ist. Somit kommt es zu einer Reduzierung von Mineraldünger gegenüber herkömmlichen Fruchtfolgen.